Die unterschiedlichen Formen & Farben sowie ihr genügsames Wesen machen Sukkulenten zur trendigen Deko. Damit ihr lange etwas von dieser Pracht habt, gebe ich Euch heute Tipps zum Standort, der Pflege und dem richtigen Substrat. Außerdem zeige ich euch verschiedene Varianten, wie ihr diese angesagten Fettpflanzen in euren Wohnraum integriert.

Woher kommt eigentlich das Wort Sukkulente? Es stammt aus dem Lateinischen. „Sucus“ bedeutet Saft und „suculentus“ steht für saftreich. Es handelt sich somit um saftreiche Pflanzen, die an besondere Klima- und Bodenverhältnisse angepasst sind und die Wasser in den Blättern, dem Stamm und der Wurzel speichern können. Dadurch können sie längere Trockenperioden unbeschadet überstehen. Die wohl bekanntesten Sukkulenten sind Kakteen. Diese kommen zum größten Teil vom amerikanischen Kontinent. Der Rest der Sukkulenten kommt aus Afrika, Asien und Amerika. In Australien und Europa ist nur ein kleiner Teil vertreten. Dazu gehört u.a. die Fetthenne, die sich auch bei uns im Garten befindet und die ich sehr gerne mag. Auch die Aloe Vera oder der Pfennigbaum gehört zu den Sukkulenten.

SUKKULENTEN STANDORT:

Sukkulenten sind wahre Sonnenanbeter. Sie stehen am liebsten am sonnigsten Fenster im ganzen Haus oder in dessen unmittelbarer Nähe. Wenn sie nicht in einem Dachfenster oder im Wintergarten untergebracht werden, sollte man sie ruhig alle paar Tage um ein Viertel drehen. Das fördert ein gleichmäßiges Wuchsbild. Während der Sommermonate kann man sie sogar täglich etwas drehen.

Toll finden es die Sukkulenten auch, wenn man sie im Sommer nach draußen stellt. Die Wärme erinnert sie an ihre Heimat, die Wüste. Dabei macht es gar nichts, wenn es nachts etwas kälter ist. Es fördert sogar noch die Blütenbildung. Für die meisten blühenden Sukkulenten ist es schwierig, unter künstlichen Bedingungen eine Blüte hervorzubringen, da die Lichtintensität zu gering ist. Also im Sommer ab in den Garten oder auf den Balkon! Dabei ist es wichtig, sie nicht gleich am Anfang in die direkte Sonne zu stellen. Um die Sukkulenten an die direkte Sonneneinstrahlung zu gewöhnen, gibt man ihnen am besten einen Platz im Halbschatten. Nach 1 – 2 Wochen Eingewöhnungszeit dürfen sie dann auch gerne an einen Platz einnehmen, an dem den ganzen Tag die Sonne scheint. Falls es mehrere Tage hintereinander regnet, freuen sich die Sukkulenten, wenn man sie an einen vor Regen geschützten Platz stellt. Ansonsten droht Fäulnis an den Wurzeln und der Pflanzenbasis. Vor Beginn der kalten Jahreszeit holt man die Sukkulenten wieder ins warme Haus.

SUKKULENTEN PFLEGE:

Was das Gießen betrifft, sind Sukkulenten sehr pflegeleicht. Im Sommer, der Hauptwachstumsphase, sollte man Sukkulenten regelmäßig gießen. Regelmäßig bedeutet, immer dann, wenn die oberste Erdschicht vollkommen ausgetrocknet ist. Dabei sollte man es mit der Menge des Wassers nicht übertreiben und das überschüssige Wasser im Untersetzer nach 10 Minuten wegschütten. Im Winter, der Ruhezeit der Sukkulenten, sollte man ihnen nur so viel Wasser geben, dass die Erde nicht vollkommen austrocknet. In der Regel reicht es, alle 2 – 3 Wochen zu gießen. Es sei denn, ihr habt 30 Grad im Wohnzimmer ;). Toll finden Sukkulenten Regenwasser oder Leitungswasser, welches schon etwas abgestanden ist.

Damit Sukkulenten so richtig schön gedeihen, sollte man sie regelmäßig düngen. Schnell wachsende Exemplare freuen sich alle 2 – 3 Wochen über Dünger. Langsam wachsenden Sukkulenten reicht es, wenn man sie alle 4 Wochen düngt. Im Handel gibt es speziellen Sukkulenten- und Kakteendünger. Man sollte sich strikt an die Gebrauchsanweisung halten, denn eine zu hohe Düngung schadet den Pflanzen. Nach der Düngung sollte man den Wurzelballen einige Tage lang gleichmäßig feucht halten, damit die Pflanze die Nährstoffe aufnehmen kann. Im Winter, während der Ruheperiode, sollte man die Gewächse nicht düngen.

SUKKULENTEN EINPFLANZEN UND UMTOPFEN:

Schnell wachsende Sukkulenten sollte man einmal im Jahr in einen größeren Topf pflanzen. Bei langsam wachsenden Exemplaren reicht es, wenn alle 4 – 5 Jahre ein größerer Topf gewählt wird. Um zu testen, ob das Umtopfen nötig ist, nimmt man die Pflanze aus dem Topf und schaut, ob das Wurzelwerk den ganzen Topf ausfüllt. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein Umtopfen noch nicht nötig und man setzt die Pflanze zurück in den Topf. Falls aber die Wurzeln den ganzen Topf ausfüllen, nimmt man ein geeignetes größeres Gefäß (am besten geeignet sind Ton- oder Kunststofftöpfe mit Abflussloch).

Die Sukkulenten benötigen eine wasserdurchlässige Erde, damit sich keine Staunässe an den Wurzeln bilden und das Wasser zügig nach dem Gießen wieder abfließen kann. Blumen- oder Gartenerde ist somit ungeeignet für die Wüstenpflanzen. Empfohlen wird eine Mischung bestehend aus 75 % Kakteenerde und 25 % mineralischer Beimischung wie Lavalit, Bims-Kies, Quarzsand und Lavagranulat. Diese erhält man in einer gut sortierten Gärtnerei, im Zoohandel, im Baumarkt oder online im Internet.

DEKORIEREN MIT SUKKULENTEN:

Wie schon oben geschrieben, fühlen sich die von mir liebevoll genannten „Sucus“ am wohlsten in Ton- oder Kunststofftöpfen. In Letzteren kauft man sie meistens im Blumenladen oder der Gärtnerei. Da diese in der Regel nicht ganz ansehnlich sind, stülpe ich am liebsten einen Übertopf aus Steingut oder Ton über den Kunststofftopf. Das macht gleich wesentlich mehr her. Außerdem kann das Wasser dort besser ablaufen.

Für die sechs kleinen Sedum Burritos (die zu der Fetthenne gehören) musste ich mir etwas anderes überlegen, da ich nicht so viele kleine Übertöpfe übrig hatte. Also habe ich kurzerhand die Kunststofftöpfe mit Wolle umwickelt und in Trinkgläser gesetzt. Na was sagt ihr, das macht doch ordentlich was her, oder? Ich jedenfalls bin ganz begeistert von dieser Idee, die mir ganz spontan in den Sinn gekommen ist. Wer es etwas ruhiger & einheitlicher mag, nimmt Gläser von einer Sorte. Ansonsten lassen sich auch gut verschiedene Gläser wie Wasser-, Tee- und Weingläser mischen. Auf ein Tablett gesetzt, bringt das Ensemble noch mehr Ruhe in den Wohnraum. Ein frühlingshaftes Bild oder ein paar Tonvasen bringen einen zusätzlichen Farbtupfer in das Stillleben.

Seid ihr auch so begeistert von der Vielfalt der kleinen „Sucus“? Ich möchte meine Kleinen nicht mehr missen und freue mich schon, sie im Sommer an die frische Luft auf die Terrasse zu setzen. Ich bin gespannt, wie es ihnen dort gefällt und hoffe auf einen sonnenreichen Sommer. Bis dahin erfreue ich mich im Wohnzimmer an dem frischen Grün.

Eure Nadine

Über den Autor

Nadine Beckmann

Hey, ich bin Nadine und ich schreibe auf meinem Blog Stylish Living über die für mich schönen Dinge des Lebens, wie Interior, Food, Reisen und Hamburg, die Stadt, in der ich Zuhause bin. Mir bereitet es große Freude meine Leser zu inspirieren und ich freue mich, dass ich bei "Schön bei dir" dabei sein darf. Schaut gerne vorbei!

4 Responses

  1. Annika Fichte

    Sukkulenten sind echt tolle Pflanzen, vor allem weil sie zu jedem Wohnstil super passen. Wir haben auf der Terasse ein paar Sukkulenten stehen und die machen sich echt super. Übrigens, ein toller Beitrag darüber 🙂

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  2. Zalia

    Liebe Nadine,
    Ich überlege mich schon seit einer Weile, mehrere Sukkulenten zu kaufen, um ein bisschen Natur in meinem Haus einzusetzen. Aber für normale Pflanze habe ich nicht so viel Zeit regelmäßig zu gießen und zu pflegen. Vielen Dank für die Anleitung! Übrigens, woher hast du die Minitopfe?
    LG
    Zalia

    Antworten
    • Nadine Beckmann
      Nadine Beckmann

      Liebe Zalia,
      dann passen die Sukkulenten ja perfekt zu Dir, da sie nicht soviel Aufmerksamkeit benötigen.
      Welche Minitöpfe meinst Du? In den Kunststofftöpfen habe ich sie gekauft und diese dann mit Wolle ummantelt.
      Oder meinst Du die Gläser?
      LG, Nadine

      Antworten

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